Über die Wunderline

Grenzenlose Entwicklung für unsere nördliche Grenzregion

Die Provinz Groningen, Niedersachsen und die Freie Hansestadt Bremen möchten der wirtschaftlichen Entwicklung und der Lebensqualität der nördlichen Grenzregion gemeinsam einen Impuls geben. Eine gute öffentliche Verkehrsanbindung ist dabei von grundlegender Bedeutung. Die Wunderline bedeutet eine schnellere, komfortablere Bahnverbindung, mit der Arbeitnehmer, Studierende und Touristen bald in etwas mehr als zwei Stunden von Bremen nach Groningen fahren können – und umgekehrt. Damit ist die Wunderline eine vollwertige und nachhaltige Alternative zum Auto.

Zwischenhalt: Wo stehen wir jetzt?

Ausgehend von dem Wunsch einer intensiveren Zusammenarbeit haben sich 2015 deutsche und niederländische Partner zusammengeschlossen: Sie wollten untersuchen, ob eine schnellere Verbindung zwischen Groningen und Bremen als Impuls für den Grenzraum im Norden der Niederlande und im Nordwesten Deutschlands umsetzbar wäre.

Die zurückgelegte Strecke:

2011:
  • Start des Projekts Wunderline durch Provinz Groningen
2012:
  • Verbesserung des Fahrplans und Versuche mit ermäßigten Fahrkarten (Niedersachsen-Ticket)
2013:
  • 102 Mio. € für Untersuchungen und Projekte vom niederländischen Infrastrukturministerium (17 Mio. €) und der Provinz Groningen (85 Mio. €)
2014:
  • Deutsche und niederländische Europaabgeordnete sichern ihre Unterstützung zu
2015:
  • EU bewilligt acht Millionen Euro an CEF-T-Fördermitteln für das Leuchtturmprojekt Wunderline
2015-2019:
  • Einführung des Niedersachsen-Tickets plus Groningen
  • Eröffnung eines DB-Schalters am Bahnhof in Groningen für internationale Fahrkarten
  • Ab 2021 fährt ein Schnellzug zwischen Groningen und Winschoten
  • Fertigstellung der Untersuchungen
2019:
  • Das Land Niedersachsen, die Freie Hansestadt Bremen und die Provinz Groningen unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung für Bauphasen (1 und 2) und eine Erklärung zur Stimulierung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit
  • Das niederländische Ministerium für Infrastruktur und Wasserwirtschaft stellt 17 Millionen Euro für die Wunderline zur Verfügung
  • Gemeinden und Kommunen aus der Region unterzeichnen Erklärung zur Verbesserung der Anschlussmobiliät
  • ProRail und DB Netz als Betreiber der Eisenbahninfrastruktur beginnen mit Vorbereitung der nächsten Planungsschritte
  • Verbesserung des Schienenersatzverkehrs

Nächster Halt: Wie geht’s weiter?

In der Kooperationsvereinbarung wurden Absprachen über drei aufeinander folgende Bauphasen getroffen, die für eine Verbesserung der Qualität der Bahnverbindung sorgen sollen: kürzere Fahrzeiten, mehr Komfort und bessere Erreichbarkeit. Mit der erfolgreichen Wiederherstellung der Friesenbrücke voraussichtlich 2024 führt die erste Bauphase zu einer schnelleren Bahnverbindung. 2030 wird die Fahrzeit zwischen Groningen und Bremen auf etwas über zwei Stunden verkürzt sein. Damit wird die Bahnverbindung auf dieser Strecke eine echte Alternative zur Straße. Das Ziel lautet letztendlich, dass Reisende nach 2030 noch komfortabler ohne Umstieg zwischen Groningen und Bremen reisen können.

Bis zur Wiederherstellung der Friesenbrücke und der ersten Zugfahrt der Wunderline können Reisende auf der Teilstrecke zwischen Groningen und Leer den Schienenersatzverkehr (mit Bussen) nutzen. Da die erste Fahrt der Wunderline noch etwas auf sich warten lässt, ist es besonders wichtig, dass der Schienenersatzverkehr eine gute vorübergehende Alternative bietet. Um den Fahrgästen schon jetzt ein besseres Reiseerlebnis zu bieten, wird in Kürze in moderne und komfortablere Busse, eine deutliche Beschilderung, WLAN und digitale Bildschirme im Bus investiert.

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