Netwerk Ketenmobiliteit fiets

Netwerk Ketenmobiliteit fiets

Wie können sich Schienen- und Radverkehr gegenseitig verstärken? Diese Frage war Schwerpunkt des Thementages „Fahrrad“, den das Wunderline-Netzwerk Anschlussmobilität am 27. September in Oldenburg veranstaltete. Ziel war es, Ideen für künftige Maßnahmen zur Stimulierung des Radverkehrs zu sammeln und eine konkretes Projektvorhaben zu entwickeln. Das Netzwerk beabsichtigt, dieses Vorhaben letztendlich als einen gemeinsamen Projektantrag einzureichen.

Thementag Fahrrad

Während die Veranstaltung zum Thema Fahrrad haben die Teilnehmenden über die Verbindung zwischen Zug und Fahrrad nachgedacht und darüber, wie es zu einer gegenseitigen Verstärkung kommen könnte. Durch eine bessere Verknüpfung der Radwege mit den Bahnhöfen und den Ausbau von Fahrradeinrichtungen wie E-Bike-Ladestationen, Fahrradschließfächer und Stellplätze an den Bahnhöfen wird es für potenzielle Reisende einfacher, den Bahnhof mit dem Fahrrad zu erreichen und in den Zug umzusteigen. Dies passt zu dem Ziel der Wunderline, nicht nur in die Schiene zu investieren, sondern auch in die Verbindung der verschiedenen Verkehrsmittel und die Zugänglichkeit der Bahnhöfe zwischen Groningen und Bremen.

Programm

Die Veranstaltung fand im Technischen Rathaus in Oldenburg statt, wo die Netzwerkmitglieder von Norbert Korallus, Leiter des Instituts für Klimaschutz und Mobilität, begrüßt wurden. Unter seiner Leitung machten die Teilnehmenden dann eine Radtour zum Bahnhof Wechloy und zum Oldenburger Hauptbahnhof, wo Herr Korallus die neuesten Entwicklungen und Pläne für Fahrradanlagen darstellte. Zurück im Technischen Rathaus gab es verschiedene Präsentationen zum Thema Fahrradanlagen. Saskia Zwiers von der Provinz Groningen berichtete unter anderem über ein Pilotprojekt mit E-Bikes am Bahnhof Hoogezand, und Lennart Kersting vom Kommunalverbund Niedersachsen/Bremen informierte die Teilnehmenden über die neuesten Entwicklungen bei den Rad(schnell)routen an der Wunderline.

Konkreter Projektvorschlag

Anschließend gab es ein Brainstorming der Netzwerkmitglieder über mögliche Projektideen zum Thema Fahrrad. Eine der Ideen war der Verleih von (gemeinsamen) Klapprädern an Bahnhöfen. Weitere interessante Themen waren die Bereitstellung von Dienstfahrrädern an Bahnhöfen durch die Arbeitgeber und die Verbesserung der Verbindung bestehender Freizeitradwege mit dem Zug. Die Veranstaltung zum Thema Fahrrad endete mit der Absicht, in einer kleinen Gruppe einige Vorschläge zu erarbeiten und dann mit allen Netzwerkpartnern ein Thema auszuwählen, das zu einem gemeinsamen Projekt (Antrag) weiterentwickelt werden kann.

Netzwerk Anschlussmobilität

Im Rahmen des Netzwerks Anschlussmobilität arbeiten die Gemeinden an der Bahnstrecke zwischen Groningen und Bremen mit einigen Verkehrsorganisationen zusammen, um die Verbindung der verschiedenen Verkehrsmittel zu verbessern. Auf diese Weise können Reisende schnell und komfortabel von Tür zu Tür reisen. Auch die Erreichbarkeit von Bahnhöfen ist Teil der Mobilitätskette. Der Bahnhof muss ein Platz sein, an dem man auf angenehme Weise eine kurze Zeit warten kann. Diese Maßnahmen unterstreichen den zusätzlichen Mehrwert der Wunderline für die Region. Es handelt sich nicht nur um einen Schienenausbau, sondern vor allem um einen Beitrag zur Stärkung der nördlichen Regionen in den Niederlanden und Deutschland.

Copyright © 2019 Wunderline