Quelle: https://www.noordz.nl/2019/01/14/branded-het-is-gunnen-en-samen-een-visie-hebben/

Am 7. Februar werden die Vereinbarungen, die den Start der Realisierung der Wunderline zwischen Groningen und Bremen kennzeichnen, unterzeichnet. Diese Bahnstrecke ist ein starker wirtschaftlicher Impuls für die nördliche Grenzregion. Der Provinzialminister Henk Staghouwer über die Zusammenarbeit, das Ebnen von Grenzen, Loslassen und Vertrauen.

Durch den Bau der Wunderline wird die Bahnverbindung zwischen Groningen, Bremen und den dazwischenliegenden Gebieten verbessert, mit der positiven Folge, dass der soziale und wirtschaftliche Zusammenhang zwischen der Provinz Groningen und dem Land Niedersachsen verstärkt wird. Die Wunderline liefert einen wichtigen Beitrag für die Nachhaltigkeits- und Klimaziele der Provinz Groningen.

Mit diesen Worten an die Provinzverwaltung Groningen begann vor ein paar Wochen die letzte Hürde in einem verwaltungstechnischen Dauerlauf, der sechs Jahre gedauert hat. 2012 wurde der Grundstein gelegt, um die Reise zwischen Groningen und Bremen deutlich zu erleichtern und die Reisezeit auf gut zwei Stunden zu verkürzen. Kurz vor Weihnachten hat die Provinzverwaltung beschlossen, Geld für die Bauphasen I und II zur Verfügung zu stellen, was den positiven Effekt hatte, dass am 7. Februar dieses Jahres beide Länder die Vereinbarungen unterzeichnen werden.

 

Durchgreifen und Mut beweisen

„Das Ergebnis sind Bemühungen aller Partner. In den letzten sechs Jahren war nämlich nicht alles auf roten Rosen gebettet“, unterstreicht der Abgeordnete Henk Staghouwer. „Es war ein Prozess, in dem wir durchgreifen, im Gespräch bleiben und Mut beweisen mussten. Im letzten halben Jahr wurde das Projekt auf deutscher Seite beschleunigt vorangetrieben, und mit Unterstützung sowohl der Wirtschaft, Bürgermeister, Netzwerkorganisationen und Universitäten als auch einer Koalition aus Europaparlamentariern haben wir die letzten Hürden überwunden. Das große Interesse wird jetzt in der Breite getragen.“

„Es bestanden tatsächlich lange Zweifel, es haben lange und viele Gespräche stattgefunden, aber schließlich konnten alle Unterschiede in Bezug auf die Verwaltungskultur und Haushaltsdynamik überbrückt werden und darauf bin ich stolz. Diesbezüglich wird die Ehre auch meiner Vorgängerin Fleur Gräper zuteil. Seit Sommer 2018 habe ich die Verantwortung für dieses Dossier von ihr übernommen.“

„Die Realisierung der ersten Phase der Bahnstrecke muss 2024 abgeschlossen sein, zur Wiederherstellung der Friesenbrücke. Dann können wir in 2 Stunden und 26 Minuten von Groningen nach Bremen fahren“

Umgang mit Rückschlägen

Der Unfall mit der Friesenbrücke im Dezember 2015, bei dem ein Frachtschiff die lange Eisenbahnbrücke über die Ems bei Weener gerammt hat, war ein unerwarteter Rückschlag in dem Prozess. Die Brücke ist ein wichtiges Bindeglied in der Verbindung nach Bremen. Es hat ein paar Jahre gedauert, bevor die Wiederherstellung dieser wichtigen Verbindung überhaupt in Sichtweite kam. Obwohl die Brücke selbst kein Teil des Projekts ist, ist sie von wesentlicher Bedeutung für die erhebliche Fahrzeitverkürzung zwischen Groningen und Bremen. Glücklicherweise hat man sich an deutscher Seite für eine rasche Wiederherstellung der Brücke entschieden, wodurch wir für das Projekt Wunderline erleichtert aufatmen konnten.

Zukunftsorientiert zusammenarbeiten

„Die Realisierung der ersten Phase der Bahnstrecke muss 2024 abgeschlossen sein, zur Wiederherstellung der Friesenbrücke. Dann können wir dank eines schnelleren Regionalzuges an niederländischer Seite und eines Umstiegs in Leer in 2 Stunden und 26 Minuten von Groningen nach Bremen fahren.“ Die Weiterführung des Regionalzugs Groningen-Winschoten ist in dieser ersten Phase ein wichtiger Schritt.

Danach arbeiten wir an der Durchführung der zweiten Phase: Indem die Fahrzeit auf 2 Stunden und 11 Minuten verkürzt wird, mit einer zweistündigen Intercityverbindung aus Groningen und einem Zwischenstopp in Leer. Diese soll 2030 einsatzbereit sein. Schließlich möchten wir sehr gerne die dritte Phase durchführen, in der alle zwei Stunden eine direkte Verbindung zwischen Groningen und Bremen in 2 Stunden und 11 Minuten realisiert wird. Für diese Phase muss die Finanzierung noch gesichert werden.“

„Mit der Wunderline haben wir ein Ticket in die Zukunft, um die sozioökonomische Grenzregion zu stärken, Arbeitsmigration zu stimulieren, Wissen auszutauschen, Studierenden, Arbeitnehmern und Touristen eine komfortable und zugängliche Bahnverbindung zu bieten. Es ist ein nachhaltiges Beförderungsmittel, das die Bedürfnisse nach einer Verbesserung der Mobilität von Tür zu Tür in der Region ausgezeichnet erfüllt. Ich hoffe, häufiger so konkret und zukunftsorientiert zusammenarbeiten zu können.

Die feierliche Unterzeichnung am 7. Februar d. J. erfolgt an der Grenze zwischen den Niederlanden und Deutschland, in Winschoten. Delegationen aus Niedersachsen, der Freien Hansestadt Bremen, der Provinz Groningen und des niederländischen Ministeriums für Infrastruktur und Wasserwirtschaft treffen einander für diesen feierlichen Augenblick.

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