Bouwstart Friesenbrücke

Bouwstart Friesenbrücke

V.l.n.r: Ulf Thiele (Landtag Niedersachsen), Gitta Connemann (Bundestag), Bernd Althusmann (Land Niedersachsen), Enak Ferlemann (Ministerium Verkehr & Digitale Infrastruktur), Ronald Pofalla (Deutsche Bahn AG), Matthias Groote (Landkreis Leer). Quelle: Deutsche Bahn AG

Die Deutsche Bahn hat offiziell mit dem Bau der Friesenbrücke begonnen. Der Startschuss fiel während eines politischen Treffens in Weener am Freitag, den 23. Juli, im Anwesenheit von deutschen Ministern und Staatssekretären. Aufgrund der jüngsten Corona-Entwicklungen in den Niederlanden konnte der Kommissar des Königs der Provinz Groningen, René Paas, leider nicht an dem Treffen teilnehmen und mussten die niederländischen Gäste die Veranstaltung über einen Live-Stream verfolgen.

Startschuss

Das Treffen fand auf einem Schiff statt, das die Teilnehmer über die Ems in Richtung Friesenbrücke fuhr. Der offizielle Eröffnungsakt war die Enthüllung des Entwurfs für die neue Brücke. Ein besonderer Milestone, nachdem die 2015 eingestürzte Brücke nun endlich in neuem Glanz wiederhergestellt wird.

Rede von Minister Althusmann

Unter den geladenen Gästen war auch Bernd Althusmann, Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, der im Namen des Landes Niedersachsen sprach. In seiner Rede betonte er die Bedeutung einer direkten Bahnverbindung zwischen Groningen und Bremen: „Dank des Wiederaufbaus der Friesenbrücke, welche eine wichtige Voraussetzung für die Wunderline ist, kann die Fahrzeit zwischen Groningen und Bremen auf weniger als zweieinhalb Stunden verkürzt werden. Dies wird die Mobilität der Bewohner auf beiden Seiten der Grenze verbessern und zur Stärkung der gesamten Grenzregion beitragen. Und um es deutlich zu sagen: Niedersachsen steht zu diesem Projekt.“

Gemäß Planung

Ursprünglich sollte der Auftakt eine Woche früher stattfinden, doch aufgrund der Hochwasserkatastrophe in einigen Bundesländern hielt die Deutsche Bahn ein feierliches Treffen für unangebracht. Deshalb wurde beschlossen, das Eröffnungsmeeting zu verschieben und es in sachlicher Form stattfinden zu lassen. Nach Angaben der Deutschen Bahn bedeutet die Verschiebung der Veranstaltung keine Verzögerung beim Bau der neuen Brücke. Die Bahngesellschaft hat kürzlich bestätigt, dass sie im Zeitplan für 2024 liegt und auch die Finanzierung der entstehenden Mehrkosten innerhalb Deutschlands geklärt ist.

Friesenbrücke

Im Dezember 2015 kollidierte ein Frachtschiff mit der Friesenbrücke. Seitdem ist zwischen Weener und Leer kein Zugverkehr mehr möglich. Im Juli 2021 erteilte das Eisenbahn-Bundesamt die Genehmigung für den Wiederaufbau der Brücke. Die ersten vorbereitenden Arbeiten werden noch in diesem Monat beginnen. Laut Zeitplan wird die Deutsche Bahn bis Oktober die Reste der alten Brücke entfernen, so dass im April 2022 mit dem Bau einer neuen Drehbrücke begonnen werden kann. Die neue Friesenbrücke wird die größte Eisenbahndrehbrücke Europas und soll bis Ende 2024 fertiggestellt werden.

Wunderline

Die Wiedereröffnung der Friesenbrücke Ende 2024 fällt mit der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts der Wunderline zusammen. Die Fahrzeit zwischen Groningen und Bremen beträgt dann 2 Stunden und 26 Minuten und ist damit 20 Minuten kürzer als bisher. Die schnelle Bahnverbindung zwischen Groningen und Bremen ist damit einen weiteren Schritt näher gerückt.

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