Wunderline als Chance für Ocholt

Quelle: https://www.nwzonline.de/ammerland/wirtschaft/westerstede-wirtschaftsausschuss-in-westerstede-wunderline-als-chance-fuer-ocholt_a_50,4,776478248.html

Die Wunderline ist in aller Munde. Ob auf Gemeinde-, Kreis- oder Landesebene – das Projekt, in dem die Städte Bremen und Groningen durch eine grenzübergreifende Bahnlinie verbunden werden sollen, weckt Hoffnungen auf bessere Bahnverbindungen, hat aber auch seine Zweifler.

Zu denen gehört die Stadt Westerstede nicht, wenn man an der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus, Märkte und Mobilität teilnahm. Denn thematisch ging es bei dem Treffen auch um die Frage, ob Westerstedes Bürgermeister Klaus Groß ermächtigt werden soll, in Bezug auf das Projekt Wunderlinie eine Absichtserklärung zur Verbesserung der Anschlussmobilität zu unterschreiben. Gemeint ist in diesem konkreten Fall die Busanbindung an den Bahnhof in Ocholt.

Von dem Projekt Wunderline überzeugt ist Bürgermeister Groß, der die Mitglieder des Ausschusses um ihre Zustimmung zur Absichtserklärung bat. „Wir sollten in dem Projekt ein aktiver Teilnehmer sein“, sagte er. Über den Umweg Wunderline sei in Zukunft eventuell auch ein S-Bahn-Anschluss des Ocholter Bahnhofs möglich, führte Groß weiter aus, der das Projekt als Chance sieht.

Genau das sollte das Ziel sein, wenn es nach Jürgen Drieling (FDP) geht. Denn der Bahnhof Ocholt werde im Wunderline-Projekt in den kommenden Jahren von Zügen angesteuert. Ob das in der ferneren Zukunft aber auch so bleibe sei ungewiss. „Das kann uns auch der Projektleiter aktuell nicht versprechen“, führte der Ratsherr weiter aus.

Am Ende der Diskussion herrschte Einigkeit unter den Mitgliedern des Ausschusses: Einstimmig sprachen sie sich für die Ermächtigung von Bürgermeister Klaus Groß zur Unterzeichnung der Erklärung aus.

Zustimmung gab es auch von Esther Welter (Grüne), die es begrüßte, dass die Stadt Westerstede ihre eigenen Ideen zur Anschlussmobilität vorantreibe.

Eine endgültige Entscheidung in der Sache trifft der Rat der Stadt Westerstede. Er tritt am Dienstag, 26. März, zusammen. Im Vorfeld wird sich auch der nichtöffentlich tagende Verwaltungsausschuss mit der Wunderline befassen.

Foto: Westerstedes Bürgermeister Klaus Groß

Hude will Wunderline unterstützen

Quelle: https://www.nwzonline.de/oldenburg-kreis/wirtschaft/hude-hude-will_a_50,4,810512497.html

Einstimmig hat der Ausschuss für Gemeindeentwicklung und Umwelt am Mittwoch empfohlen, dass Hude die vorgelegte Absichtserklärung über die Verbesserung der Anschlussmobilität an den Stationen der Bahnverbindung Groningen-Bremen („Wunderline“) unterzeichnet. Zudem soll sich die Gemeinde an dem Projekt des grenzübergreifenden Wunderline-Netzwerks mit maximal 1500 Euro beteiligen.

Deutlich kürzere Bahnverbindungen zwischen Groningen und Bremen sind das Ziel, wie der Projektleiter der Wunderline, Tjeerd Postma, erklärte. Er stellte am Mittwoch das Projekt vor. Die Provinz Groningen, Niedersachsen und die Freie Hansestadt Bremen möchten der wirtschaftlichen Entwicklung und der Lebensqualität der nördlichen Grenzregion gemeinsam einen Impuls geben, heißt es.

Eine gute öffentliche Verkehrsanbindung sei dabei von grundlegender Bedeutung. Die Wunderline soll eine schnellere, komfortablere Bahnverbindung bieten, mit der Arbeitnehmer, Studierende und Touristen bald in etwas mehr als zwei Stunden von Bremen nach Groningen fahren können – und umgekehrt. Als vollwertige Alternative zum Auto, so Postma. Es gehe darum, auf der einen Seite das Schienennetz zu ertüchtigen, um Regionalzüge einzusetzen, die schneller fahren, aber trotzdem noch an möglichst vielen Bahnhöfen halten. Auf der anderen Seite sollen Qualitätsverbesserungen der Bahnhöfe erfolgen. Zu diesen Bahnhöfen gehört auch Hude.