Deutsche Bahn organisiert Informationsveranstaltung Wunderline

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Am Mittwoch, den 8. Dezember, organisiert die Deutsche Bahn in Westoverledingen eine Informationsveranstaltung über die Wunderline. Während des Treffens werden die Maßnahmen und die Planung für die erste Phase der Wunderline erläutert.

  • Datum: 8. Dezember 2021
  • Ort: Landgasthaus Gossling (Ihreer Straße 246, 26810 Westoverledingen)
  • Uhrzeit: 17.00 Uhr.
  • Anmeldung erforderlich.

Die Deutsche Bahn möchte Sie herzlich zu diesem Treffen einladen. Wenn Sie teilnehmen möchten, können Sie sich bis zum 5. Dezember anmelden. Bitte senden Sie eine E-Mail mit Ihren vollständigen Kontaktdaten an wunderline@deutschebahn.com. Bitte beachten Sie, dass es sich um eine 2G-Veranstaltung handelt. Die Zutritt ist nur nach Vorlage einer Impfbescheinigung möglich. Während der Veranstaltung ist das Tragen eines FFP2-Mundschutzes obligatorisch.

Weitere Informationen finden Sie in der Einladung.

Wunderline Community +: „Connecting regions, connecting Europe“

Wunderline Community +

Wunderline Community +

Donnerstag, den 18. November 2021 fand die Wunderline Community + statt, ein jährliches Event für alle, die sich für die Themen Bahn, Anschlussmobilität, grenzüberschreitender Tourismus, Bildung und Arbeitsmarkt interessieren. Das Motto in diesem Jahr lautete „Connecting regions, connecting Europe“. Mit verschiedenen Gästen wurde über transnationale Bahnverbindungen, das Europäische Jahr der Schiene, Innovationen und natürlich die Wunderline diskutiert. Fast hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer, u. a. aus Groningen, Bremen, Hannover, Berlin, Brüssel und Bordeaux, verfolgten das Treffen im Livestream.

Europäische Dimension

Die europäische Dimension des diesjährigen Treffens der Wunderline Community kennzeichnete das Plus-Symbol. Im Mittelpunt stand die Verbindung zwischen Europa und den Regionen sowie die Rolle der Wunderline. Wichtige Themen waren das Europäische Jahr der Schien, Innovationen und aktuelle europäische Entwicklungen. Und natürlich gab es Infos zum aktuellen Stand in Sachen Wunderline.

Begrüßung durch politische Entscheidungsträger

Der Eröffnung folgten Grußworte von Berend Lindner (Staatssekretär Niedersachsen), Fleur Gräper-van Koolwijk (Regionalministerin Groningen) und Ronny Meyer (Staatsrat Freie Hansestadt Bremen). Darin hob Herr Linder besonders die gute Zusammenarbeit mit den Partnern hervor und Frau Gräper unterstrich die Bedeutung der EU bei der Realisierung der Wunderline. Herr Meyer wies auf die wichtige Rolle der Wunderline in der Entwicklung der autofreien Mobilität und ihren Beitrag zur Verkehrswende und zum Green Deal.

Europäisches Jahr der Schiene

Im Veranstaltungsblock zum Europäischen Jahr der Schiene erörterte Herald Ruijters, Direktor der Generaldirektion Mobilität und Verkehr der Europäischen Kommission (DG MOVE) künftige Entwicklungen. Er berichtete von einem neuen europäischen Vorschlag im kommenden Jahr, der zur CO2-Reduzierung und letztlich zur emissionsfreien Mobilität führen soll. Herr Ruijters erklärte nachdrücklich, dass die Wunderline zu diesem Plan beitragen kann, dass das Projekt aber mehr und größere Ambitionen verfolgen sollte. Insbesondere sprach er sich für die Elektrifizierung der Bahn auf niederländischer Seite aus, da Wasserstoff „keine langfristige Lösung“ sei. Wim van de Camp, niederländischer Botschafter für das Jahr der Schiene, schaltete sich ebenfalls dazu, um über die europäischen Entwicklungen zu sprechen. Er äußerte sich kritisch zu den nationalen Finanzbeiträgen und vertrat die Auffassung, die EU solle sich stärker für die Schiene einsetzen.

Innovationen und Connecting regions

Während des Innovationsblocks sprachen Janek Pfeifer von der Deutschen Bahn und Pieter Lautenbach von ProRail über Innovationen. Dazu gehörten auch der Einsatz von Drohnen und Lösungsansätze für schlechte Untergrundverhältnisse. Im letzten Block wurde die Verbindung zwischen Europa und der Region hergestellt. Online zugeschaltet waren Gitta Connemann (Mitglied des Bundestages), Cora-Yfke Sikkema (Bürgermeisterin von Oldambt) und Torsten Slink (Hauptgeschäftsführer der IHK für Ostfriesland und Papenburg). Sie betonten den Stellenwert der Wunderline für die Kommunen und die vielen Stakeholder entlang der Strecke.

Fazit und Ausblick

Tjeerd Postma, Projektleiter von Wunderline, und Götz-Friedrich Schau, Referatsleiter im niedersächsischen Verkehrsministerium, beendeten das Treffen der Wunderline Community +. Sie kamen zu dem Schluss, die Wunderline sei hinsichtlich Planung, Anschlussmobilität und Kooperation im deutsch-niederländischen Wunderline-Team auf dem richtigen Weg.

In Zukunft müsse die Wunderline, als Bindeglied im transnationalen Netz, aber auch die Steigerung der eigenen Ambitionen und die von Ruijters erwähnte Elektrifizierung in den Blick nehmen.

Wunderline: Eine grenzüberschreitende Zugverbindung für eine klimaneutrale Wirtschaft

Wunderline

Wunderline

Während des Europäischen Jahres der Schiene möchte die EU-Kommission den Bahnsektor auf verschiedene Arten zukunftsbeständig gestalten und damit zu einer nachhaltigeren Personenbeförderung und einer klimaneutralen Wirtschaft beitragen. Dadurch, dass die Bahn bei der wirtschaftlichen Erholung der Europäischen Union in den Mittelpunkt gestellt wird, erhoffen sich die EU-Institutionen, den Transportsektor schnell klimaneutral zu machen. Diese Entwicklungen bilden eine zusätzliche Anregung für den Bahnsektor und die grenzüberschreitenden Zugverbindungen, um sich weiter zu entwickeln und ihren Marktanteil zu vergrößern.  

In diesem Zusammenhang werden die Wunderline-Projektpartner unterschiedliche Arbeiten ausführen, um die bestehende Zugverbindung zu verbessern. Die erste Stufe (die 2024 fertig sein soll) bezweckt einen schnelleren Regionalzug in den Niederlanden. Das Ziel der zweiten Stufe (die 2030 fertig sein soll) ist ein zusätzlicher zweistündlicher Schnellzug aus den Niederlanden nach Leer und ein Regionalzug, der jede Stunde fährt. Die dritte Stufe realisiert eine direkte Verbindung (kein Umstieg in Leer) durch einen zusätzlichen Schnellzug in den Niederlanden und in Deutschland, der alle zwei Stunden fährt.

Diese Arbeiten ergeben bis zum Jahr 2030 eine Verkürzung der Fahrtzeit zwischen Groningen und Bremen (und umgekehrt) um 32 Minuten, wodurch die gesamte Fahrtzeit zwischen den beiden Städten auf etwas mehr als zwei Stunden reduziert wird. Um diese Arbeiten zu ermöglichen, wird bei der Wunderline ein CEF-T Projektantrag vorbereitet, um finanzielle Unterstützung für die weitere Entwicklung dieses Vorzeigeprojekts zu erhalten.

Mit der Unterstützung der EU kann die Wunderline ein Vorreiter im Wandel zu einer klimaneutrale Wirtschaft werden. In diesem Zusammenhang haben wir ein Position Paper erstellt (siehe auch Wunderline at a glance), in dem wir aufzeigen, dass das European Year of Rail von den EU-Entscheidungsträgern genutzt werden sollte, um das Potential der grenzüberschreitenden Wunderline-Verbindung vollständig zu nutzen, um die sich verändernden Herausforderungen in den Bereichen Umwelt und Gesellschaft anzugehen.

Fleur Gräper-Van Koolwijk Regionalministerin Provincie Groningen: „Die Wunderline ist das Verbindungsglied zwischen zwei Ländern, zwischen zwei Regionen und für alle Menschen die dazwischen wohnen. Wunderline ermöglicht grenzüberschreitenden Pendlerverkehr und trägt zur Erreichbarkeit und zur Lebensqualität der nördlichen Grenzregion bei. Diese grenzüberschreitende Verbindung passt daher ausgezeichnet zu den europäischen Zielsetzungen und denen unserer Provinz, um den Transportsektor nachhaltiger zu gestalten und eine Verkehrsverlagerung in Gang zu setzen.”

Die Tatsache, dass der Schienenverkehr nur 0,4 % des CO2-Ausstoßes in der EU verursacht, während 8 % aller europäischen Fahrgäste mit diesem Verkehrsmittel reisen, zeigt, dass dies die wirksamste Art ist, den Transportsektor nachhaltiger zu gestalten und langfristig eine emissionsfreie Art des Transports zu finden. Laut einer Studie von Prognos (2021) würde eine Verlagerung von Luftverkehr auf Schienenverkehr zwischen den Städten Bremen und Amsterdam, die beide am TEN-T-Korridor Nordsee-Baltische See liegen, eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes um 85 % pro Tag bewirken (von 34.800 auf 5.200 Tonnen CO2, ausgehend von 470 Passagieren pro Tag). Nach Ende der Gleisbauarbeiten wird die Fahrtzeit zwischen Bremen und Groningen auch auf 2 Stunden und 11 Minuten reduziert, vergleichbar mit der Fahrtzeit im Auto oder Bus.

Die Vorteile grenzüberschreitender Verbindungen beschränken sich jedoch nicht nur auf kürzere Fahrtzeiten. Wunderline ermöglicht grenzüberschreitenden Pendelverkehr und trägt über integrierte Anschlussmobilität (Anschluss von Tür zu Tür) zur besseren Erreichbarkeit und zur Lebensqualität der nördlichen Grenzregion bei. Wunderline verbindet außerdem drei wichtige wirtschaftliche Knotenpunkte: Bremen, Oldenburg und Groningen. Eine schnellere und komfortablere Zugverbindung schafft Möglichkeiten zum Austausch wissenschaftlicher Studien zwischen Universitäten, sie regt den Tourismus in der Grenzregion an und realisiert einen grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt.

Um das Potential der grenzüberschreitenden Verbindungen voll auszuschöpfen, rufen die Wunderline-Projektpartner EU-Entscheidungsträger dazu auf, einen günstigen gesetzlichen Rahmen zu schaffen, der hochwertige Personenverkehrsdienste per Zug ermöglicht. Passagiere reisen nicht von Bahnhof zu Bahnhof, sondern von Tür zu Tür, und würden daher von einem integrierten Ticketingdienst über die Landesgrenzen hinweg profitieren.

Einladung Wunderline Community +

Uitnodiging Wunderline Community +

Uitnodiging Wunderline Community +

18. November 2021 13:00-15:00

Am 18. November 2021 findet die Wunderline Community+ statt, mit dem Thema „Connecting regions, connecting Europe“. Mit interessanten Sprechern werden wir über grenzüberschreitende Bahnverbindungen, das European Year of Rail, Innovationen und natürlich die Wunderline reden. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit, über den Chat Fragen zu stellen.

Möchten Sie die Veranstaltung live verfolgen? Das können Sie, wenn Sie auf den Button „Join“ in der Einladung klicken. Wir hoffen, Sie zu begrüßen!

Invitation Wunderline Community + Connecting Europe

Ausgezeichnet mobil: Projekt Netzwerk Anschlussmobilität gewinnt im Bundeswettbewerb

Ketenmobiliteit
Ketenmobiliteit

Das Netzwerk Anschlussmobilität während eines Workshops zum Thema Ticketing in Zuidbroek (11. März 2020)

Ein gutes Konzept und die richtige Herangehensweise – Das Projekt Netzwerk Anschlussmobilität mit 24 Projektpartnern aus Deutschland und den Niederlanden macht es richtig. Am 28.10.2021 wurde das Projekt für die gelungene Kooperation zur Verbesserung der Mobilität im Wettbewerb „Gemeinsam erfolgreich. Mobil in ländlichen Räumen“ ausgezeichnet. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) hatten den Wettbewerb im Programm Region gestalten initiiert.

Mobilität

Mobil zu sein ist Voraussetzung, um am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben teilzunehmen. Um Mobilitätsprobleme zu lösen, sind Kooperationen oft entscheidend, gerade in ländlichen Regionen. Die Projektbeteiligten bzw. Netzwerkpartner: Landkreis Leer, Weener, Bunde, Jümme, Stadt Leer, Westoverledingen, Landkreis Ammerland, Apen, Westerstede, Bad Zwischenahn, Stadt Oldenburg, Landkreis Oldenburg, Hatten, Hude, Ganderkesee, Delmenhorst,  Gemeente Oldambt, Gemeente Midden-Groningen, Gemeente Groningen, die Provincie Groningen, das Land Niedersachsen sowie die Verkehrsverbände ZVBN, VEJ und das OV-Bureau Drenthe Groningen wissen beides und haben ihr Projekt Netzwerk Anschlussmobilität/Wunderline  eingereicht.

Wunderline GO

Das Projekt mit seinen 24 Partnern möchte (verbesserte) modalitäten- und gebietsübergreifende Mobilitätsangebote – insbesondere in ländlichen Räumen – realisieren. Eines der Produkte, des unter das Schienenprojekt Wunderline fallenden Netzwerks,  ist die innovative Wunderline GO-App. Die Nutzenden können mit dieser App Wunder aus der Region und dem benachbarten Ausland (örtliche Attraktionen dargestellt als Augmented Reality und 3D-Animation)  entdecken und einsammeln. Zur Förderung des ÖPNV starten die Routen jeweils an den Bahnhöfen.

20 Gewinnerprojekte

Eine Jury mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Forschung, Verkehr und Verwaltung hatte aus 45 Bewerbungen die 20 besten in Kooperation umgesetzten Mobilitätsprojekte ausgewählt. Dr. Markus Kerber, Staatssekretär im BMI, lobt das Engagement der Gewinnerinnen und Gewinner: „Die im Wettbewerb ausgezeichneten Kooperationsprojekte gehen voran und zeigen bundesweit, wie Mobilität aussehen kann! Hier ist die Zukunft schon in die Praxis eingezogen. Das wollen wir würdigen und wir wollen zum Nachahmen animieren!“

Das Projekt Netzwerk Anschlussmobilität/Wunderline inkl. WunderlineGO App und die anderen Gewinnerprojekte werden im Online-Nachschlagewerk für Mobilitätslösungen Mobilikon vorgestellt. Unter den Gewinnerinnen und Gewinnern werden zusätzlich drei Sonderpreise vergeben: Für die drei besten Projekte wurde jeweils ein Kurzfilm produziert, der den Eintrag auf Mobilikon ergänzt und die Projekte in besonderer Weise würdigt. „Die erfolgreich umgesetzten Kooperationsprojekte können auch in anderen Kommunen Schule machen“, ergänzt der Leiter des BBSR, Dr. Markus Eltges. „Mobilikon zeigt an diesen und vielen weiteren Beispielen, wie solche Maßnahmen die Mobilität vor Ort verbessern. Das Online-Nachschlagewerk beschreibt die Maßnahmen sehr anschaulich, um Verantwortliche in Kommunen bei der Umsetzung ähnlicher Projekte zu unterstützen.“

Eine Aufstellung aller 20 Gewinnerprojekte ist als Anlage beigefügt.

 

 

Wunderline Netzwerk Anschlussmobilität organisiert Thementag „Fahrrad“ in Oldenburg

Netwerk Ketenmobiliteit fiets

Netwerk Ketenmobiliteit fiets

Wie können sich Schienen- und Radverkehr gegenseitig verstärken? Diese Frage war Schwerpunkt des Thementages „Fahrrad“, den das Wunderline-Netzwerk Anschlussmobilität am 27. September in Oldenburg veranstaltete. Ziel war es, Ideen für künftige Maßnahmen zur Stimulierung des Radverkehrs zu sammeln und eine konkretes Projektvorhaben zu entwickeln. Das Netzwerk beabsichtigt, dieses Vorhaben letztendlich als einen gemeinsamen Projektantrag einzureichen.

Thementag Fahrrad

Während die Veranstaltung zum Thema Fahrrad haben die Teilnehmenden über die Verbindung zwischen Zug und Fahrrad nachgedacht und darüber, wie es zu einer gegenseitigen Verstärkung kommen könnte. Durch eine bessere Verknüpfung der Radwege mit den Bahnhöfen und den Ausbau von Fahrradeinrichtungen wie E-Bike-Ladestationen, Fahrradschließfächer und Stellplätze an den Bahnhöfen wird es für potenzielle Reisende einfacher, den Bahnhof mit dem Fahrrad zu erreichen und in den Zug umzusteigen. Dies passt zu dem Ziel der Wunderline, nicht nur in die Schiene zu investieren, sondern auch in die Verbindung der verschiedenen Verkehrsmittel und die Zugänglichkeit der Bahnhöfe zwischen Groningen und Bremen.

Programm

Die Veranstaltung fand im Technischen Rathaus in Oldenburg statt, wo die Netzwerkmitglieder von Norbert Korallus, Leiter des Instituts für Klimaschutz und Mobilität, begrüßt wurden. Unter seiner Leitung machten die Teilnehmenden dann eine Radtour zum Bahnhof Wechloy und zum Oldenburger Hauptbahnhof, wo Herr Korallus die neuesten Entwicklungen und Pläne für Fahrradanlagen darstellte. Zurück im Technischen Rathaus gab es verschiedene Präsentationen zum Thema Fahrradanlagen. Saskia Zwiers von der Provinz Groningen berichtete unter anderem über ein Pilotprojekt mit E-Bikes am Bahnhof Hoogezand, und Lennart Kersting vom Kommunalverbund Niedersachsen/Bremen informierte die Teilnehmenden über die neuesten Entwicklungen bei den Rad(schnell)routen an der Wunderline.

Konkreter Projektvorschlag

Anschließend gab es ein Brainstorming der Netzwerkmitglieder über mögliche Projektideen zum Thema Fahrrad. Eine der Ideen war der Verleih von (gemeinsamen) Klapprädern an Bahnhöfen. Weitere interessante Themen waren die Bereitstellung von Dienstfahrrädern an Bahnhöfen durch die Arbeitgeber und die Verbesserung der Verbindung bestehender Freizeitradwege mit dem Zug. Die Veranstaltung zum Thema Fahrrad endete mit der Absicht, in einer kleinen Gruppe einige Vorschläge zu erarbeiten und dann mit allen Netzwerkpartnern ein Thema auszuwählen, das zu einem gemeinsamen Projekt (Antrag) weiterentwickelt werden kann.

Netzwerk Anschlussmobilität

Im Rahmen des Netzwerks Anschlussmobilität arbeiten die Gemeinden an der Bahnstrecke zwischen Groningen und Bremen mit einigen Verkehrsorganisationen zusammen, um die Verbindung der verschiedenen Verkehrsmittel zu verbessern. Auf diese Weise können Reisende schnell und komfortabel von Tür zu Tür reisen. Auch die Erreichbarkeit von Bahnhöfen ist Teil der Mobilitätskette. Der Bahnhof muss ein Platz sein, an dem man auf angenehme Weise eine kurze Zeit warten kann. Diese Maßnahmen unterstreichen den zusätzlichen Mehrwert der Wunderline für die Region. Es handelt sich nicht nur um einen Schienenausbau, sondern vor allem um einen Beitrag zur Stärkung der nördlichen Regionen in den Niederlanden und Deutschland.

Kick-off Veranstaltung Netzwerk Anschlussmobilität: ein Rückblick

champagnemoment

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Das Netzwerk Anschlussmobilität Wunderline wird sich auch in den kommenden Jahren für die Verbesserung der Tür-zu-Tür-Mobilität in der Region einsetzen. Mit einer Kick-off-Veranstaltung am 22. September in Weener wurde der zweite Netzwerkzeitraum offiziell eingeläutet. Ein Blick zurück in Fotos.

Am 24. Juni 2021 erklärten alle Netzwerkmitglieder ihre Absicht, Mitglieder des Netzwerks Anschlussmobilität zu bleiben. In den letzten Jahren hat das Netzwerk an einem so genannten Durchführungsprogramm gearbeitet Hier werden alle Maßnahmen an den Stationen entlang der Wunderline beschrieben. Diese Maßnahmen sollen die Zugänglichkeit der Bahnhöfe verbessern und dafür sorgen, dass der Bahnhof ein Ort ist, an dem man von einem Verkehrsmittel auf ein anderes umsteigen kann.

champagnemoment

Ein “ Sektmoment “ zur Feier des Netzwerks Anschlussmobilität

Netzwerkkoordinatorin Bettina Fabich gibt einen Überblick zur kommenden Netzwerkphase

Führung durch den erneuerten Bahnhof Weener unter Leitung von Bürgermeister Sonnenberg

Blumen zum Dank an Bürgermeister Sonnenberg

Das Netzwerk testet die Wunderline GO-App

Baustart der Friesenbrücke

Bouwstart Friesenbrücke
Bouwstart Friesenbrücke

V.l.n.r: Ulf Thiele (Landtag Niedersachsen), Gitta Connemann (Bundestag), Bernd Althusmann (Land Niedersachsen), Enak Ferlemann (Ministerium Verkehr & Digitale Infrastruktur), Ronald Pofalla (Deutsche Bahn AG), Matthias Groote (Landkreis Leer). Quelle: Deutsche Bahn AG

Die Deutsche Bahn hat offiziell mit dem Bau der Friesenbrücke begonnen. Der Startschuss fiel während eines politischen Treffens in Weener am Freitag, den 23. Juli, im Anwesenheit von deutschen Ministern und Staatssekretären. Aufgrund der jüngsten Corona-Entwicklungen in den Niederlanden konnte der Kommissar des Königs der Provinz Groningen, René Paas, leider nicht an dem Treffen teilnehmen und mussten die niederländischen Gäste die Veranstaltung über einen Live-Stream verfolgen.

Startschuss

Das Treffen fand auf einem Schiff statt, das die Teilnehmer über die Ems in Richtung Friesenbrücke fuhr. Der offizielle Eröffnungsakt war die Enthüllung des Entwurfs für die neue Brücke. Ein besonderer Milestone, nachdem die 2015 eingestürzte Brücke nun endlich in neuem Glanz wiederhergestellt wird.

Rede von Minister Althusmann

Unter den geladenen Gästen war auch Bernd Althusmann, Minister für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung, der im Namen des Landes Niedersachsen sprach. In seiner Rede betonte er die Bedeutung einer direkten Bahnverbindung zwischen Groningen und Bremen: „Dank des Wiederaufbaus der Friesenbrücke, welche eine wichtige Voraussetzung für die Wunderline ist, kann die Fahrzeit zwischen Groningen und Bremen auf weniger als zweieinhalb Stunden verkürzt werden. Dies wird die Mobilität der Bewohner auf beiden Seiten der Grenze verbessern und zur Stärkung der gesamten Grenzregion beitragen. Und um es deutlich zu sagen: Niedersachsen steht zu diesem Projekt.“

Gemäß Planung

Ursprünglich sollte der Auftakt eine Woche früher stattfinden, doch aufgrund der Hochwasserkatastrophe in einigen Bundesländern hielt die Deutsche Bahn ein feierliches Treffen für unangebracht. Deshalb wurde beschlossen, das Eröffnungsmeeting zu verschieben und es in sachlicher Form stattfinden zu lassen. Nach Angaben der Deutschen Bahn bedeutet die Verschiebung der Veranstaltung keine Verzögerung beim Bau der neuen Brücke. Die Bahngesellschaft hat kürzlich bestätigt, dass sie im Zeitplan für 2024 liegt und auch die Finanzierung der entstehenden Mehrkosten innerhalb Deutschlands geklärt ist.

Friesenbrücke

Im Dezember 2015 kollidierte ein Frachtschiff mit der Friesenbrücke. Seitdem ist zwischen Weener und Leer kein Zugverkehr mehr möglich. Im Juli 2021 erteilte das Eisenbahn-Bundesamt die Genehmigung für den Wiederaufbau der Brücke. Die ersten vorbereitenden Arbeiten werden noch in diesem Monat beginnen. Laut Zeitplan wird die Deutsche Bahn bis Oktober die Reste der alten Brücke entfernen, so dass im April 2022 mit dem Bau einer neuen Drehbrücke begonnen werden kann. Die neue Friesenbrücke wird die größte Eisenbahndrehbrücke Europas und soll bis Ende 2024 fertiggestellt werden.

Wunderline

Die Wiedereröffnung der Friesenbrücke Ende 2024 fällt mit der Fertigstellung des ersten Bauabschnitts der Wunderline zusammen. Die Fahrzeit zwischen Groningen und Bremen beträgt dann 2 Stunden und 26 Minuten und ist damit 20 Minuten kürzer als bisher. Die schnelle Bahnverbindung zwischen Groningen und Bremen ist damit einen weiteren Schritt näher gerückt.

Entdecken Sie die Wunder an der Wunderline mit Wunderline GO

Wunderline GO app

Wunderline GO app

Durchgehend mit dem Zug zwischen Groningen und Bremen fahren: Das wird ab 2024 mit der Wunderline möglich sein. Aber schon jetzt kann man besondere Orte und Geschichten an der Strecke entdecken – mit der Wunderline GO App.

Wunderline GO

Mit der Wunderline GO App kann man die Wunder an der Wunderline entdecken, sowohl auf der niederländischen als auch auf der deutschen Seite der Grenze. In jeder Gemeinde an der Wunderline-Route findet man ein einzigartiges Wunder. Dies kann ein charakteristisches Thema, ein (historisches) Ereignis, eine berühmte Person oder ein besonderer Ort sein. Eine freundliche Schaffnerin führt Sie auf der Route zum Wunder. Unterwegs werden Informationen in Form von Bildern, Videos, Audio oder Text auf Ihrem Telefon angezeigt. Augmented Reality und 3D-Animation machen es möglich – und spannend! Wunderline GO kann kostenlos für Android und Apple aus dem App-Store heruntergeladen werden.

Bekanntheit der Region erhöhen

Die Wunderline GO App wurde auf Initiative der Gemeinden an der Bahnstrecke zwischen Groningen und Bremen entwickelt mit dem Ziel, die Region bekannter zu machen. Es ist eine Zusammenarbeit zwischen der Stadt Oldenburg, der Ostfriesland Tourismus GmbH und der Provinz Groningen. Das Projekt wurde im Rahmen des INTERREG V A-Programms Deutschland-Niederlande aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert. Und die Provinzen Drenthe, Fryslân, Groningen, das Land Niedersachsen und die beteiligten Gemeinden. Weitere Informationen über die Wunderline GO App finden Sie unter https://wunderline.nl/de/wunderline-go/

Wunderline

Die Wunderline ist das grenzüberschreitende Bahnprojekt der Provinz Groningen, des Landes Niedersachsens und der Freien Hansestadt Bremen. Es trägt bei zu der sozio-ökonomischen Entwicklung und Lebensqualität in den Grenzregionen im Norden der Niederlande und Nordwestdeutschland. Die Wunderline ermöglicht es den Mitarbeitern, Studenten und Touristen, in etwas mehr als zwei Stunden zwischen Groningen und Bremen zu reisen. Dies wird ab 2024 möglich sein, wenn die Friesenbrücke wiedereröffnet wird.

Netzwerk Anschlussmobilität Wunderline präsentiert Durchführungsprogramm

omslag Uitvoeringsprogramma

omslag Uitvoeringsprogramma

Niederländisch-Deutsche Zusammenarbeit wird fortgesetzt

Am Donnerstag, den 24. Juni 2021, fand das Online-Abschlusstreffen des Netzwerks Anschlussmobilität Wunderline statt. Dieses Treffen markiert das Ende der ersten Netzwerkperiode, mit als Abschlusshandlung der Überreichung des sogenannten Durchführungsprogramms: eine Übersicht aller Maßnahmen an den Haltestellen entlang der Wunderline in den Niederlanden und Deutschland. Staatssekretär Berend Lindner vom Land Niedersachsen und Fleur Gräper-van Koolwijk (Regionalministerin der Provinz Groningen) erhielten das erste Exemplar.

Hier können Sie die Veranstaltung ansehen:

Durchführungsprogramm

Überreicht wurde das Durchführungsprogramm von den behördlichen Vertretern des Netzwerks, Landrat Matthias Groote vom Landkreis Leer und der Bürgermeisterin von Oldambt Cora-Yfke Sikkema. Das Programm bietet eine Übersicht aller Maßnahmen an den bzw. rund um die Wunderline-Haltestellen zwischen Groningen und Bremen. Die beschriebenen Maßnahmen sollen letztendlich die Erreichbarkeit der Haltestellen verbessern und dafür sorgen, dass man dort von einem Transportmittel auf das andere umsteigen kann. Und dass man dort eventuelle Wartezeiten auf angenehme Weise verbringen kann. Zusätzliche Einrichtungen machen eine Haltestelle zu einem angenehmen Aufenthaltsort. Die geplanten Arbeiten sollen 2024 fertiggestellt werden. Gleichzeitig mit der Vollendung von Baustufe 1 des Wunderline-Projekts und der Wiedereröffnung der Friesenbrücke.

Sikkema Groote Lindner Gräper

Fortsetzung des Netzwerks: Absichtserklärung

Alle beteiligten Parteien (Gemeinden an der Strecke und einige Verkehrsorganisationen) haben erklärt, dass sie Mitglieder des Netzwerks Anschlussmobilität bleiben wollen. Dazu werden sie in diesem Monat eine Absichtserklärung unterzeichnen. Während der Veranstaltung am 24. Juni wurde diese Absicht symbolisch in einer Animation präsentiert. Das Netzwerk wird sich auch in den kommenden Jahren dafür einsetzen, dass die Maßnahmen des Umsetzungsprogramms realisiert werden.

Netzwerk Anschlussmobilität Wunderline

2019 wurde das Netzwerk Anschlussmobilität mit Unterstützung aus dem Rahmenprojekt Net(z)werk+ aus dem INTERREG V A-Programm gestartet. Innerhalb dieses Netzwerks arbeiten Parteien zusammen an der Verbesserung der Anschlussmobilität entlang der Wunderline, also der Mobilität von Tür zu Tür. Dies unterstreicht den Mehrwert der Wunderline für die Region. Sie ist nicht nur eine Verbesserung der Zugverbindung, sondern sie trägt insbesondere zur Stärkung der gesamten nördlichen Region der Niederlande und Deutschlands bei. Ein gemeinsames und grenzüberschreitendes Projekt.

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