Der Wunderline-Lenkungsausschuss hat sich bei der schnellen und komfortablen Bahnverbindung zwischen Groningen und Bremen für eine Vorzugsalternative entschieden, die in Ausbaustufen realisiert werden soll. Mit gewählten Alternative kann auf der Strecke bereits ab 2024 ein erheblicher Fahrzeitgewinn erzielt werden. In der letzten Ausbaustufe der Vorzugsalternative wird die Fahrt zwischen Groningen und Bremen dann nur noch etwas mehr als zwei Stunden dauern. Ende 2018 wird die Go oder No Go-Entscheidung getroffen. Mit der schnellen Bahnverbindung werden der Norden der Niederlande und Norddeutschland besser miteinander verknüpft. Damit wird der wirtschaftlichen Entwicklung und der Lebensqualität in beiden Grenzregionen ein Impuls gegeben.

Mit dem Beschluss des Wunderline-Lenkungsausschusses wurde ein wichtiges Zeichen gesetzt. „Mit dieser gemeinsamen Entscheidung für die Vorzugsalternative haben wir zusammen mit unseren Partnern einen weiteren Schritt in Richtung Wunderline gemacht. In der kommenden Zeit arbeiten wir gemeinsam an der Entscheidungsfindung, um Ende 2018 eine Go oder No Go-Entscheidung treffen zu können“, so die Vorsitzende des Lenkungsausschusses und Groninger Provinzialministerin Fleur Gräper-van Koolwijk. Dem Lenkungsausschuss gehören Vertreter des Landes Niedersachsen, der Freien Hansestadt Bremen, der Provinz Groningen, des niederländischen Ministeriums für Infrastruktur und Wasserwirtschaft sowie der DB Netz und ProRail an.

Fahrzeitgewinn

Die Vorzugsalternative könnte 2024 einen ersten Fahrzeitgewinn bringen. Dieser erste Schritt wird zeitgleich mit dem Wiederaufbau der Friesenbrücke realisiert. Dazu werden verschiedene Infrastrukturmaßnahmen benötigt, wie beispielsweise der zweigleisige Ausbau auf einigen Teilstrecken, der Umbau von Bahnsteigen und die Anpassung von Signalen. Durch die Vorzugsalternative soll einige Jahre später ein Zug im 2-Stunden-Takt verkehren, der die Fahrzeit im Vergleich zur heutigen Situation um rund 30 Minuten kürzt. Bei diesen ersten beiden Schritten ist ein Umstieg in Leer eingeplant. Auf längere Sicht könnte eine schnellere direkte Verbindung zwischen Groningen und Bremen realisiert werden. In den kommenden Monaten wird untersucht, welche Maßnahmen in den Bereichen Infrastruktur, Komfort und Zugänglichkeit erforderlich sind.

Anschlussmobilität

Im Frühjahr setzen sich Führungskräfte von Gemeinden, Städten und Landkreisen entlang der Trasse der Wunderline zusammen, um die Nutzungsmöglichkeiten in ihrer Region zu diskutieren. Studien weisen darauf hin, dass es zwischen einer guten Bahnverbindung und der Förderung unter anderem der grenzüberschreitenden Beschäftigung, Bildung und des Tourismus eine positive Wechselwirkung gibt. Um diesen positiven Effekt zu erzielen, ist die Verbesserung der Anschlussmobilität (Anschluss zwischen Bahn und Bus sowie Fahrradstellplätze und Parkplätze) unerlässlich. Ende 2018 soll ein Gesamtpaket von Maßnahmen zur Verbesserung der von den Haltestellen an der Wunderline gebotenen Anschlussmobilität vorliegen. Zur Beseitigung der Hindernisse, die unter anderem der Arbeitsmigration im Wege stehen, unterstützt das Wunderline-Projekt die bestehenden Initiativen im Bereich der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit.

Die Wunderline

Durch die Schaffung einer schnellen und komfortablen Bahnverbindung zwischen Groningen und Bremen wird eine bessere Verbindung zwischen dem Norden der Niederlande und Norddeutschland geschaffen. Damit wird der wirtschaftlichen Entwicklung und der Lebensqualität in beiden Grenzregionen ein Impuls gegeben. Eine qualitativ hochwertige Bahnverbindung und bessere Reisemöglichkeiten von Haus zu Haus werden die Arbeitssuche auf der anderen Seite der Grenze erleichtern, den Austausch von Wissen und Personal vereinfachen und den Tourismus ankurbeln.

Die Unterstützung für das Wunderline-Projekt ist immens: 2015 hat die EU dem Wunderline-Projekt 8,3 Millionen Euro an CEF-T-Fördermitteln zur Verfügung gestellt und es als Flaggschiff-Projekt anerkannt: ein beispielhaftes Projekt zur Verbesserung der grenzüberschreitenden Infrastruktur in Verbindung mit Nachhaltigkeit. Mit Hilfe dieser Förderung und in Zusammenarbeit mit deutschen und niederländischen Partnern wurde in den vergangenen zwei Jahren intensiv die Möglichkeiten zur Verbesserung der Qualität der Bahnverbindung Groningen – Bremen untersucht..

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