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Nächster Halt: Wie geht’s weiter?

Neben den laufenden Untersuchungen in Bezug auf die Friesenbrücke stehen für den Zeitraum 2015-2018 diverse Untersuchungen an. Die Untersuchungen bieten Erkenntnisse für die Aufwertung der Strecke Groningen-Bremen und damit einhergehend für die Chancen der Wunderline.

Der Untersuchung untergliedert sich in verschiedene Phasen und soll folgende Fragen beantworten:

  • Wie ist das Verhältnis zwischen optimalem Fahrplan und Komfort hinsichtlich der Kosten?
  • Wie viele Fahrgäste werden die Verbindung in Zukunft nutzen?
  • Welche Auswirkungen hat die Wunderline auf Umwelt und Wirtschaft?
  • Ist grenzüberschreitender Schienengüterverkehr zu erwarten?

Zugbrücke Ems – Friesenbrücke

Auf kurze Sicht ist es wichtig, nach einer Reisealternative zu suchen, sodass die Reisezeit möglichst kurz gehalten wird. Auf lange Sicht ist es von Belang, gemeinsam mit allen Stakeholdern aus der Region nach Möglichkeiten für eine neue Brücke zu suchen. Welche Hindernisse, aber vor Allem auch: Welche Chancen gibt es nun, damit die Brücke schnell wiederhergestellt werden kann? Bei der Suche nach Antworten und Lösungen muss das Ziel noch immer sein, die Regionen auf wirtschaftlicher, sozialer und kultureller Ebene miteinander zu verbinden, um eine interessante Region in Europa zu bilden.

Gesellschaftlicher Kosten und Nutzen

Jede Teiluntersuchung fließt in die gesellschaftliche Kosten-Nutzen-Analyse ein, die einen wesentlichen Bestandteil der gesamten Untersuchungsphase ausmacht. Die Analyse ermöglicht eine Einschätzung der Auswirkungen auf Gesellschaft, Wirtschaft, Umwelt und Bahnreisende im Verhältnis zu den Investitionskosten. Die Ergebnisse der Kosten-Nutzen-Analyse sind für die Beschlussfassung hinsichtlich der Wunderline seitens der deutschen und niederländischen Politik wesentlich.

Einbindung des Umfelds in das Projekt

Im Verlauf des Projekts wird das gesamte Umfel – Anwohner, Behörden und Betroffene – in verschiedlicher Weise über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden gehalten. Über Newsletter und die Wunderline-Website werden Interessierte informiert. Darüber hinaus wird die Umgebung auf verschiedenen Veranstaltungen aufgefordert, sich aktiv am Prozess zu beteiligen: Das können Vier-Augen-Gespräche, Diskussionsrunden oder Informationsveranstaltungen sein.

Zwei Phasen

2011 bis Juli 2015: Vorbereitungsphase

Diese erste Phase hatte einen Förderantrag bei der EU für Folgeuntersuchungen als Ergebnis. Dafür mussten zunächst die Möglichkeiten eines schnelleren Fahrplans ausgelotet werden. Als deutlich war, dass eine Umstellung des Fahrplans zu kürzeren Fahrzeiten führt, ging man in den Niederlanden und in Deutschland auf die Suche nach breiter Unterstützung.

Untersuchung
In der Vorbereitungsphase wurden verschiedene Voruntersuchungen durchgeführt. So hat das Schweizer Beratungsunternehmen SMA 48 Alternativfahrpläne für eine schnellere Direktverbindung von Groningen nach Bremen unter die Lupe genommen. Von diesen Alternativen wurden in Kooperation mit deutschen und niederländischen Behörden, der DB Netz AG, ProRail, dem Land Niedersachsen, der Freien Hansestadt Bremen und der LNVG die vier aussichtsreichsten Fahrplanvarianten ermittelt.

Breite Unterstützung suchen
Die Provinz Groningen hat in den vergangenen Jahren für Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft sowie unmittelbar Betroffene auf beiden Seiten der Grenze die Wunderline Community ins Leben gerufen. Gemeinsam machen sie sich für die Qualitätsverbesserung der Bahnstrecke Groningen-Bremen stark. Einige von ihnen treten als Botschafter für die Wunderline auf und suchen aktiv nach Unterstützung in der EU, im Norden der Niederlande und in Nordwestdeutschland. So führten diese Botschafter beispielsweise Gespräche mit Landespolitikern in Hannover und mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments in Brüssel. Will die Wunderline ein Erfolg werden, ist es wichtig, in Deutschland wie in den Niederlanden genügend Befürworter zu finden. Auch die Unterstützung aus Brüssel ist für die Ambition der Wunderline wichtig: die Stimulierung der Mobilität zwischen dem Norden der Niederlande und dem Nordwesten Deutschlands.

Förderantrag
Im CEF-T-Lenkungsausschuss sind die AG Ems, der Landkreis Leer, die IHK für Ostfriesland und Papenburg sowie Groningen Seaports vertreten. Gemeinsam reichten diese Partner bei der EU einen Förderantrag für die weitere Untersuchung der Wunderline ein. Der Antrag wurde von deutschen und niederländischen Instanzen und Unternehmen unterstützt. Dem Wunderline-Projekt stehen für den Zeitraum 2015-2018 CEF-T-Mittel in Höhe von 8,3 Mio. € bereit.

Budget
Das Parlament der Provinz Groningen und die EU stellen Mittel bereit, um die vier Alternativen in der nächsten Phase weiter zu untersuchen. Das niederländische Ministerium für Infrastruktur und Umwelt und die Provinz Groningen haben Geld für die Realisierung der Wunderline zurückgestellt.

Planausarbeitungsbeschluss (Niederländisch) pdf

Juli 2015 - März 2018: Untersuchungsphase

Nach der Untersuchungsphase soll eine zur Realisierung geeignete Variante der Wunderline vorliegen. Dafür soll aus den vier zuvor gewählten Varianten eine Vorzugsalternative benannt werden. Die Vorzugsalternative wird weiteren Untersuchungen unterzogen und es wird ein ausführbarer Entwurf erarbeitet: die Realisierungsvariante. Dafür sind eventuell Infrastrukturmaßnahmen erforderlich, wie ein doppelgleisiger Ausbau, Lärmschutzmaßnahmen oder der Bau größerer Bogenradien, damit die Züge schneller fahren können.

Untersuchungen
Folgende Fragen werden in der Untersuchungsphase geprüft:

  • Wie ist das Verhältnis zwischen optimalem Fahrplan und Komfort hinsichtlich der Kosten?
  • Was kostet die Umsetzung des Fahrplans? Ist ein zusätzlicher Zug notwendig und welche Summen fallen als Trassengeld an?
  • Wie viele Fahrgäste werden die Verbindung in Zukunft nutzen?
  • Was sind die Prognosen für die Wunderline?
  • Ist grenzüberschreitender Schienengüterverkehr zu erwarten?
  • Gibt es ein Angebot an Gütern, die grenzüberschreitend über die Schiene transportiert werden sollen?
  • Welche Auswirkungen hat die Wunderline auf Umwelt und Wirtschaft?

Neben quantifizierbaren Kosten sind auch gesellschaftliche Auswirkungen relevant: Welchen Einfluss hat die Wunderline auf die Umwelt und die wirtschaftliche Entwicklung im Norden der Niederlande und in Nordwestdeutschland?

Verfahrenstechnische Untersuchung
Deutschland und die Niederlande haben unterschiedliche Umweltuntersuchungen: die UVP (Umweltverträglichkeitsprüfung) und die MER (Milieu Effect Rapportage). Welche Anforderungen müssen beide Untersuchungen erfüllen? Und wann können sie eingeleitet werden? Außerdem sind in der folgenden Phase eventuell Baugenehmigungen erforderlich. Welche Verfahren gelten in Deutschland und in den Niederlanden? Eine verfahrenstechnische Untersuchung soll diese Fragen beantworten.

Beschluss
Der Februar 2019 wird spannend. Wird die Wunderline realisiert oder nicht? Ist eine phasenweise Durchführung möglich, sodass Bahnreisende Schritt für Schritt schneller und komfortabler reisen? Anhand der Untersuchungsergebnisse beschließen die niederländische und die deutsche Politik definitiv über die Wunderline. Fällt der Beschluss positiv aus, werden sie sich für eine realisierbare und bezahlbare Zugverbindung zwischen Groningen und Bremen entscheiden, die sogenannte Realisierungsvariante.

März 2018 - 2024: Durchführung der Realisierungsvariante

Anfang 2019 wird bekannt gemacht, ob die Wunderline verwirklicht wird oder nicht. Bis dahin laufen Umwelt- und Baugenehmigungsverfahren und werden Arbeitsskizzen erstellt, um die schnelle internationale Bahnverbindung zu realisieren. Danach erfolgt die tatsächliche Ausführung. Die Wunderline wird Wirklichkeit.

Informationen
Bevor der Bau der Infrastruktur beginnen kann, wird das Umfeld in verschiedener Weise aktiv am Prozess beteiligt. Demnächst werden darüber weitere Informationen veröffentlicht.

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