Am 13. Juni 2018 haben deutsche und niederländische Verkehrsexperten ihr Wissen auf dem Gebiet der Anschlussmobilität ausgetauscht. Während der Exkursion, die von der Wunderline organisiert wurde, haben die gut 20 Teilnehmer aus beiden Ländern mehr über die Möglichkeiten von Knotenpunkten und die Verkürzung der Wartezeiten beim Umstieg von der Bahn in den Bus und umgekehrt erfahren. Die Exkursion ist die Fortsetzung des Workshops, der im Januar für Experten auf dem Gebiet des öffentlichen Verkehrs organisiert wurde. Von deutscher Seite wurde damals angegeben, dass man die Knotenpunkte in den Niederlanden gerne besuchen würde, um mit eigenen Augen zu sehen, wie diese Knotenpunkte funktionieren. Während der Exkursion wurden die Bahnhöfe Leer, Groningen Hauptbahnhof, Knotenpunkt Zuidhorn und der Bahnhof Zuidbroek besucht.

Guter öffentlicher Verkehr mit Hilfe der Wunderline

Guter öffentlicher Verkehr ist eine Randbedingung für die sozialökonomische Entwicklung der Region. Die Wunderline sorgt für eine deutliche Verbesserung der Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln über die Grenze von Tür zu Tür, was auch Anschlussmobilität genannt wird. Im Auftrag der Wunderline wird die Anschlussmobilität in den Niederlanden und in Deutschland untersucht. Die Untersuchung wird von dem deutschen Büro „Planersociëteit’ und dem niederländischen Büro Goudappel Coffeng durchgeführt. Außerdem wird für jeden Bahnhof die heutige Situation betrachtet und wie ein Bahnhof besser funktionieren könnte. Der Hauptfokus liegt auf den Bahnhöfen zwischen Bunde und Wechloy. Darüber hinaus werden die Bahnhöfe Oldenburg, Hude und Delmenhorst untersucht.

Begeisterte Exkursionsteilnehmer

Die Teilnehmer waren begeistert. „Es war ein abwechslungsreiches Programm, und wir haben sehr viel von dem niederländischen Ansatz in Bezug auf die Erneuerung der Bahngebiete gelernt und wie diese attraktiver gestaltet werden“, so ein begeisterter deutscher Teilnehmer. Bürgermeister Boelsen der Gemeinde Jümme sagte: „Die Exkursion heute hat mir ein sehr positives Bild vermittelt, weil ich gelernt habe, dass alle Maßnahmen für die Knotenpunkte dazu geführt haben, dass die Anzahl der Besucher des Bahnhofs stark gestiegen ist. Es geht also. Man muss allerdings erst was unternehmen. Tobias Bartels, Mitarbeiter der Gemeinde Leer, ergänzte: „Mir ist deutlich geworden, dass es sich bei den Knotenpunkten um eine Ganzes handelt. Es sind nicht alles separate Aktionen, sondern es ist ein Gesamtpaket. Und der Ausgangspunkt ist der Verbraucher. Seine Bequemlichkeit steht zentral. Es geht um die Qualität des Aufenthalts, die Fahrgäste müssen sich hier wohlfühlen. Dabei kann es um ganz kleine Dinge gehen, z. B. eine Wasserzapfstelle. Man muss das Gesamtbild sehen. So könnten wir das in Leer auch machen. Hier muss sehr viel passieren. Ich habe an diesem Tag viel gelernt.“

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